Die nachfolgende Liste mit Begriffen aus der UV-Terminologie in alphabetischer Reihenfolge soll dem besseren Verständnis dieses Fachgebiets dienen:
Abkühlzeit
Die Zeit, die ein UV-Strahler nach dem Abschalten
benötigt, um die Bedingungen für ein erneutes
Anschalten zu erreichen.
Ablassventil
Ventil, das einen kontinuierlichen Kühldurchfluss
erzeugt. Das nachgeschaltete Ablassventil kann mit
dem Temperaturalarmsignal des PT 100 verbunden werden
und sorgt dafür, dass die UV-Strahler ausreichend
gekühlt werden. Wenn die Temperatur ein bestimmtes
Level übersteigt, löst der Temperatursensor
ein Signal aus. Dieses Signal kann verwendet werden,
um das Ventil zu öffnen. Das Ablassventil wird
häufig in Batchprozessen verwendet, wenn ein
diskontinuierlicher Volumenstrom vorhanden und eine
kontinuierliche Desinfektion erforderlich ist.
Ablauf
Öffnung am Boden der Bestrahlungskammer, die zur Entleerung
der Kammer genutzt wird. Die Entleerung der Kammer
ist häufig vor Servicearbeiten notwendig.
Amalgamstrahler
Dieser Strahlertyp enthält Amalgam (Quecksilber-Verbindung)
und typischerweise bis zu 120 mg Quecksilber pro Strahler.
Einmal angeschaltet, ist die Amalgam-Strahlerleistung
im Gegensatz zum Standard-Niederdruck-UV-Strahler
weniger abhängig von Schwankungen der Wassertemperatur.
Nach dem Einschalten kann es bis zu 180 Sekunden dauern,
bis der Strahler seine volle Leistung erreicht. Die
Aufwärmzeit ist abhängig von der Wassertemperatur.
Die Amalgamstrahler zählen zu den monochromatischen
Strahlern und emittieren ausschließlich UV-Licht einer
Wellenlänge von 253,7 nm. Der Wirkungsgrad liegt mit
35% etwas niedriger als bei den Standard-Niederdruck-UV-Strahlern,
die Strahlerleistung hingegen viel höher.
American National Standards Institute (ANSI)
Das ANSI ist eine Organisation, die freiwillige Standards
für die physikalischen und elektrischen Leistungsmerkmale
von elektrischen und mechanischen Geräten koordiniert.
Während der ANSI Standard in den USA allgemein
gültig ist, findet man JIS Standards in Japan
/ Asien und DIN Standards oft in ganz Europa.
Ampere
Einheit des elektrischen Stroms. In Glühlampen steht
Strom in folgender Beziehung zu Spannung und Leistung:
Strom (A) = Leistung (Watt) / Spannung (Volt).
ANSI Schlüssel (Code)
Die 3-buchstabigen Codes werden vom „American
National Standards Institute“ zugewiesen. Sie
schaffen ein System, das mechanische und elektrische
Kompatibilität zwischen Strahlern verschiedener
Hersteller mit ähnlichen Codes sicherstellt.
ANSI Vorschaltgerätetyp
Vorschaltgeräte werden zur Betätigung von
Strahlern verwendet.
Atmosphäre
Bezeichnet den Gas- oder Vakuumtyp in dem sich der
Glühfaden befindet. Gasgefüllte Strahler
sind wirksamer als Vakuumstrahler.
Aufwärmzeit (90%)
Beschreibt die Zeit, die Hochleistungsstrahler benötigen,
um 90% ihrer Lichtleistung bei einem Neustart zu erreichen.
Automatischer Reinigungmechanismus
Beim automatischen Reinigungsmechanismus werden die
Quarzrohre innerhalb der Bestrahlungskammer, die die
UV-Strahler umgeben, in voreingestellten Intervallen
periodisch gereinigt, um die Bildung von Ablagerungen
zu verhindern. Die Reinigungsabstände können nach
Bedarf geändert werden. (Siehe auch: Datenblatt Automatischer
Reinigungsmechanismus)
Ein UV-Sensor überwacht genau die UV-Intensität
und ist in der Lage, den Timer des Reinigungsmechanismus
abzuschalten, sollte eine sofortige Reinigung notwendig
werden. Ein eingebauter Motor, dessen Funktionalität
kontinuierlich überprüft wird, betreibt
den Reinigungsmechanismus. Die Reinigungsintervalle
werden gezählt. Diese Information ist notwendig
für die Festlegung der Serviceintervalle der
Wischerringe, die nach einer bestimmten Betriebsdauer
ausgetauscht werden müssen.
Eine Alternative dazu ist der manuelle Reinigungsmechanismus
(siehe hierzu: Manueller Reinigungsmechanismus)
Biofilm
Die Bildung biologischer Verunreinigungen innerhalb
eines Rohrleitungssystems. Oft ist der Biofilm eine
Schicht, die aus aeroben und anaeroben Mikroorganismen
besteht. Die Biofilmbildung ist ein sehr häufig
vorkommendes Phänomen. In der Industrie werden
Biofilme häufig durch ein Spülprogramm zur
Innenreinigung von Rohren (CIP-Reinigung), beseitigt.
Candela (cd)
Die internationale Einheit (SI) für Leuchtintensität.
Die Bezeichnung stammt aus der Zeit, als eine Standardkerze
einer bestimmten Größe und Beschaffenheit
als Grundlage verwendet wurde, um die Intensität
anderer Lichtquellen zu bestimmen.
ChemWeb-Server
Innovative Elektronikentwicklung beschäftigt
sich heute nicht mehr ausschließlich mit den
Funktionen Messen und Regeln, sondern auch mit Datenmanagement
und Fernzugriff. Eine kontinuierliche Fernüberwachung
von Prozessparametern bietet viele Vorteile in allen
Bereichen der Industrie. Die weite Verbreitung des
Internets als weltweiten Standard für Datenkommunikation
spielt dabei eine wichtige Rolle. Durch die Nutzung
der Webtechnologie können die Möglichkeiten
des Internets zur Prozessregelung genutzt werden.
Mit dieser Infrastruktur ist der Zugriff auf den
ChemWeb-Server, ein Produkt aus dem Hause Wallace & Tiernan,
von jedem Computer aus mit Internetzugang möglich.
Es wird keine spezielle Software benötigt. Die Hauptvorteile des ChemWeb-Servers liegen in den Bereichen Prozessdatenüberwachung, Routinechecks, Service und Wartung.
Das System ermöglicht jederzeit und überall auf der Welt Kommunikation mit Wallace & Tiernan-Geräten. Bei Bedarf kann ein Gerät über den eingebauten RS485-Bus mit dem ChemWeb-Server verbunden werden. Der ChemWeb-Server ist mit allen Standardschnittstellen, die für die Internetkommunikation notwendig sind, ausgestattet. Der Zugriff über PC und Standard-Internetbrowser ist deshalb immer sichergestellt. Die Client-Server-Struktur ermöglicht den gleichzeitigen Zugriff mehrerer Benutzer auch über verschiedene Kommunikationssysteme. Verschiedene Aktionen zur selben Zeit sind ebenfalls möglich: Systembedienung, Wartung, Einrichten von Arbeitsprogrammen, Management. Der einfache und kostengünstige Zugriff wird weltweit über einen lokalen Internet Serviceprovider ermöglicht. Passwortgeschützt wird die Systemsicherheit gewahrt.
Chromatographie
Messeinheit zur Identifizierung der Farbe einer Lichtquelle,
als x,y-Koordinaten in einer chromatographischen Tabelle
dargestellt. Siehe dazu: Farbtemperatur
CIP-Verfahren (Clean-In-Place)
Das CIP-Verfahren wird als Spülprogramm zur Reinigung
des Inneren von Rohrleitungen verwendet. Es kommt
häufig als Kombination von Chemikalien, Dampf
und Kaltwasser zum Einsatz. Die Chemikalien werden
anschließend vollständig ausgespült.
CIP-Reinigungsverfahren werden häufig in der
Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie der
pharmazeutischen Industrie angewandt.
Desinfektionskontrolle
Mitteldruck-UV-Systeme von Wallace & Tiernan verfügen
standardmäßig über eine Kontrollfunktion
des Desinfektionsprozesses, mit der die Strahlerleistung
überwacht wird. Durch die integrierte „Multitap
Ballast Technologie“ ist es möglich, die
Lampenleistung in vier Stufen zu regeln. Ein Mikrocomputer
sorgt für eine automatische und selbstständige
Desinfektionskontrolle.
Liegt der Wert der UV-Intensität unter 3% über
dem UV Alarm-Level, wird die “level up Routine”
automatisch gestartet. Bevor eine höhere UV-Leistungsstufe
aktiviert wird, startet die Desinfektionskontrolle
zuerst den automatischen Reinigungsmechanismus, sofern
dieser vorhanden ist, um eine optimale Effektivität
der Anlage zu gewährleisten.
Die Desinfektionskontrolle sorgt in folgenden Situationen
für Flexibilität:
* Erhöhung der wirtschaftlichen Lebensdauer der Strahler
durch Wahl einer höheren Leistungsstufe des UV-Strahlers;
* Reaktion auf Veränderungen der Transmission. Bei
kleinen Veränderungen wird die Leistungsstufe aufgrund
der gemessenen Intensitätsabweichung automatisch korrigiert.
Bei größeren Veränderungen der Transmission können
Einstellungsänderungen an der Anlage vorgenommen werden,
solange diese innerhalb des Arbeitsbereichs des Systems
liegen;
* Änderung der bakteriologischen Anforderungen. Diese
können bei Bedarf durch Einstellungsänderungen korrigiert
werden, solange sie innerhalb des Arbeitsbereichs
des Systems liegen;
* Leistungsänderungen können innerhalb des Systemarbeitsbereichs
angepasst werden;
* Verschmutzungen der Quarzrohre können durch einen
Reinigungsmechanismus entfernt werden, sofern vorhanden.
Ist kein Reinigungsmechanismus integriert oder haben
sich sehr starke Ablagerungen gebildet, kann die Desinfektionskontrolle
die Reinigungsintervalle erhöhen.
DIN
Abkürzung für “Deutsche Industrienorm”.
Eine Einrichtung, die Standards entwickelt und festsetzt,
die hauptsächlich für mechanische Teile
gelten. Während der ANSI Standard in den USA
allgemein gültig ist, findet man JIS Standards
in Japan / Asien und DIN Standards oft in ganz Europa.
Dosis
Die Dosis wird von der Intensität (mW) der UV-Strahlung
und der Verweildauer (s) in der UV-Kammer bestimmt.
Zur Inaktivierung von Mikroorganismen durch UV-C-Licht
ist eine bestimmte Dosis erforderlich. Eine Dosis
wird durch die UV-Licht-Strahlung und die Intensität
(Verweildauer in der Bestrahlungskammer) in einem
linearen Verhältnis erzeugt. Die zweifache Dosis
bedeutet einen zweifachen, die dreifache Dosis einen
dreifachen Keimtötungseffekt etc. Zu beachten
ist, dass der Begriff „Dosis“ immer noch
verwendet und akzeptiert wird, die bevorzugte Terminologie
hierfür ist jedoch “Fluence” (siehe
Fluence).
Dunkelreaktivierung
Bei manchen Mikroorganismen, die durch UV-Strahlung
behandelt wurden, besteht die Möglichkeit einer
Reaktivierung auch ohne Licht. Dieses Phänomen
ist als Dunkelreaktivierung bekannt. Eventuelle durch
UV-Licht entstandene Schäden an der DNS können
sich durch zelleigene Enzyme und Proteine innerhalb
des Mikroorganismus selbst reparieren. Dunkelreaktivierung
tritt nur bei einer kleinen Anzahl von Mikroorganismen
auf und wird in der Praxis als ungewöhnlich angesehen.
Elektromagnetisches Spektrum
Ein Kontinuum elektrischer und magnetischer Bestrahlung,
das durch Wellenlänge oder Frequenz charakterisiert
werden kann. Sichtbares Licht umfasst nur einen kleinen
Teil des elektromagnetischen Spektrums im Wellenlängenbereich
von 380 (violett) bis 770 Nanometer (rot).
Elektronisches Vorschaltgerät (Ballast)
Um Leuchtstofflampen im Frequenzbereich von 25-35
kHz zu betreiben, wird ein Vorschaltgerät verwendet.
Die Vorteile sind: höherer Strahlerwirkungsgrad,
weniger Energieverlust im Vorschaltgerät und
kleinere Baugrößen im Vergleich zu elektromagnetischem
Ballast. Elektronische Vorschaltgeräte können
auch für Hochleistungsstrahler verwendet werden,
wobei sich die Stromkreise unterscheiden.
Farbtemperatur
Ursprünglich wurde dieser Begriff zu Bezeichnung
der “Weißheit” eines Glühbirnenlichts
verwendet. Die Farbtemperatur steht direkt in Verbindung
mit der physikalischen Temperatur von Glühfäden
in Glühbirnen, so dass die (absolute) Kelvin-Temperaturskala
zur Bezeichnung der Farbtemperatur verwendet wird.
Bei Lampen, in denen keine heißen Glühfäden
zum Einsatz kommen, wird auch der Begriff "zugehörige
Farbtemperatur" verwendet. Dazu wird angenommen,
dass das Licht so erscheint, als ob die Strahlung
bei einer bestimmten Farbtemperatur arbeitet. Als
Einheit wird entweder Kelvin (K) oder die x,y-Koordinaten
im CIE Standard Chromatographie-Diagramm verwendet.
Eine höhere Temperaturfarbe (K) bezeichnet eine
sichtbar kühlere, blauere Lichtquelle. Typische
Lichttemperaturen sind 2800 K (Glühbirne), 3000
K (Halogen), 4100 K (weiß), und 5000 K (Tageslicht
simulierende Leuchtstofffarben).
Filter
Ein Filter, der häufig in Kombination mit UV-Systemen
eingesetzt wird, um beim Bruch eines Quarzrohrs die
Leitungen zu schützen. Der Filter sollte nach
der UV-Anlage eingesetzt werden.
Fluence
Fluence bezeichnet die von Mikroorganismen absorbierte
UV-Energie während des Durchströmens einer
UV-Anlage. Fluence ist nicht zu verwechseln mit dem
Begriff Dosis, der für die theoretisch errechnete
Dosis in einem UV-System steht. einem Begriff, mit
dem die theoretische, mittlere Dosis in einem UV-System
gemeint ist.
Häufig wird für Fluence und Dosis die Einheit
„mWs/cm2“verwendet, die Angabe in „mJ/cm2“
ist jedoch zu bevorzugen.
Frequenz
Die festgesetzte Betriebsfrequenz einer Anlage in
Hz.
Halogenlampen
Kurzbezeichnung für Wolfram-Halogenlampen. Halogenlampen
sind Hochdrucklampen, die mit Halogengasen wie Jod
oder Brom gefüllt sind. So ist der Betrieb des
Glühfadens bei höheren Temperaturen möglich,
wodurch eine höhere Leistung erzielt wird. Durch
chemische Reaktionen mit Wolfram und Halogengasen
bei höheren Temperaturen werden die Lampen recycelt
und die verdunsteten Wolframteilchen gelangen wieder
auf die Oberfläche des Glühfadens.
Hochleistungsstrahler (HID)
Ein allgemeiner Begriff für Quecksilber-Metalldampf-Strahler.
HID-Strahler sind mit kompakten Leuchtröhren
ausgestattet, in denen verschiedene Gase und Metallsalze
bei relativ hohem Druck und hohen Temperaturen arbeiten.
HPCI or HPCII Controller
Abkürzung für “High Protec Controller,”
der alle Anlagenfunktionen, Schnittstelle und Datenaustausch
steuert. Der HPC Controller befindet sich im Schaltschrank,
die Anzeige erscheint im Display. Siehe auch Datenblatt:
HPC Controller.
Infrarot-Bestrahlung
Elektromagnetische Energie strahlt bei Wellenlängen
im Bereich von ca. 770 bis 1106 Nanometer. Energie
dieses Wellenlängenbereichs kann vom menschlichen
Auge nicht wahrgenommen werden, ist aber als Wärme
auf der Haut spürbar.
IP Einteilung (IP-Klassifizierung/Schutzart)
Die IP-Stufe ist ein Codierungssystem, das entsprechend
dem offiziellen Europäischen Standard NEN 2433
entwickelt wurde. Die Codierung besteht aus zwei Ziffern,
die Informationen über das mögliche Eindringen
von festen Materialien (erste Ziffer) und Wasser (zweite
Ziffer) liefert.
Je höher die Ziffer, desto besser ist der Schutz
vor festen Materialien und/oder Wasser.
JIS
Abkürzung für “Japanische Industriestandards
”. Das JIS ist eine Einrichtung, die Standards
entwickelt und festsetzt, die hauptsächlich für
mechanische und elektrische Teile verwendet werden.
Während der ANSI Standard in den USA und der
DIN Standard in Europa allgemein gültig ist,
findet man JIS Standards in ganz Japan / Asien.
Kammer
Die Kammer, auch als UV-Kammer bezeichnet, ist der
geschlossene Bereich, in dem die Desinfektion durch
UV-Licht stattfindet. Die UV-Kammer sollte für
eine optimale UV-Wirkung entworfen sein und gleichzeitig
die optimalen Eigenschaften für einen einfachen,
sicheren und zuverlässigen Betrieb besitzen.
Diese Eigenschaften sind Betriebsdruck, Temperatur,
Korrosionsschutz, Haltbarkeit, geringer Serviceaufwand
und Wartung.
Kathodenresistenz
Widerstandsfähigkeit einer Kathode in einer Leuchtstofflampe.
Sie wird "kalt" gemessen, bevor der Strahler
eingeschaltet wird (Rc) oder "heiß",
nachdem die Lampe eingeschaltet wurde (Rh). Das Verhältnis
des “heiß”-Widerstands zum “kalt”-Widerstand
wird ebenfalls gemessen. (Rh/Rc).
Kilowattstunde (kWh)
Standardeinheit der elektrischen Energie und allgemeine
Abrechnungseinheit der Elektrizitätswerke. Eine
100 Watt-Lampe, die 10 Stunden lang brennt, verbraucht
1000 Wattstunden (100*10) oder 1 Kilowattstunde. Wenn
das Elektrizitätswerk € 0,10/kWh berechnet,
dann kostet die 10-stündige Brenndauer der 100
Watt-Lampe 10 Cent (1*€ 0,10).
Kompakte Leuchtstofflampen (CFL)
Allgemeiner Begriff für die Familie der Leuchtstofflampen
mit kleinerem Durchmesser. Lampen dieser Art verfügen
z.T. über eingebaute Vorschaltgeräte und
mittlere Schraublampenhalterungen, die dem einfachen
Austausch von Glühlampen dienen. Leuchtstofflampen
benötigen ca. 2/3 bis 4/5 weniger Strom als normale
Glühlampen mit vergleichbaren Lichteinteilungen
und weisen die 20fache Lebensdauer auf. Sie produzieren
warme, weiße Lichttöne, die nahezu doppelt
so hell sind wie die von Glühlampen.
Leuchtstärke
Bezeichnet die "Dichte" des Lichts (Lumen/Fläche),
das auf eine Oberfläche fällt, gemessen
in „Lux“ oder „Footcandles“.
Licht
Strahlende Energie, die vom menschlichen Auge wahrgenommen
werden kann. Sichtbares Licht wird in „Lumen“
gemessen.
Lichtbogenlänge
Der Abstand zwischen den Elektroden.
Lumen
Die internationale Einheit für Lichtfluss oder
Lichtmenge.
Lux (lx)
Die internationale Einheit für Leuchtstärke.
1 Lux entspricht 1 Lumen pro Quadratmeter.
Manueller Reinigungsmechanismus
Der manuelle Reinigungsmechanismus ist ein einfaches,
effektives Werkzeug, das der wirksamen Reinigung von
Quarzrohren und dem UV-Sensor-Fenster in der UV-Kammer
dient. Die Reinigungshäufigkeit hängt von
der Wasserqualität ab. Eine Alternative dazu
ist der Automatische Reinigungsmechanismus.
Siehe auch: Datenblatt Manueller Reinigungsmechanismus.
Mitteldruck-UV-Strahler
UV-Strahler, der polychromatisches Licht mit einem
inneren Druck von etwas mehr als 1 bar emittiert.
Diese Strahler besitzen eine hohe Oberflächentemperatur
(s. auch: Datenblatt Mitteldruck-UV-Strahler).
Nanometer
Messeinheit für Wellenlänge (entspricht
10-9 Meter).
Niederdruck-UV-Strahler
UV-Strahler, der monochromatisches Licht emittiert
mit einem inneren Druck von weniger als 1 bar. Diese
Strahler besitzen eine niedrige Oberflächentemperatur.
PFAS
Abkürzung für potentialfreies Alarmsignal.
Im Fall eines Alarms des Systems besteht die Möglichkeit,
dass ein Signal für einen akustischen Alarm,
die Anwahl eines Mobiltelefons, die Schließung
eines Ventils, die Systemabschaltung oder anderes
mehr genutzt wird.
Phosphor
Anorganische chemische Verbindung, die zu Puder
verarbeitet und auf der Glasinnenseite von Leuchtstoffröhren
und manchen Quecksilber- und Metalldampfstrahlern
angebracht ist. Phosphor dient dazu, UV-Strahlung
kurzer Wellenlänge zu absorbieren, umzuwandeln
und als sichtbares Licht abzugeben.
PT 100-Temperatursensor
PT 100 ist die Abkürzung für Platin Thermistor
100. Er wird allgemein zur Temperaturüberwachung
in industriellen Geräten verwendet. PT 100-Sensoren
sind äußerst zuverlässig und genau.
Die Bezeichnung „100“ steht für den
inneren Widerstand von 100 Ohm bei 0°C.
Photoreaktivierung
UV-bestrahlte Mikroorganismen können durch
Einwirken von Licht reaktiviert werden. Dieses Phänomen
ist als Photoreaktivierung bekannt. Eine eventuelle
Beschädigung der DNS, verursacht durch UV-Licht,
kann durch zelleigene Enzyme und Proteine der Mikroorganismen
wieder repariert werden.
Quarz
Sehr reines Material, das im allgemeinen für
die Schutzhülle, die die UV-Rohre umgibt, verwendet
wird. Quarz ist UV-durchlässig und hält
hohem Druck und hohen Temperaturen stand. (Durch diese
Eigenschaft ist Quarz ideal zum Schutz der UV-Rohre
geeignet.) Es gibt Quarzarten, die unerwünschte
Wellenlängen abblocken. Typische Filterblocker
gibt es für Wellenlängen von 180 nm (ozonbildende
Strahlung) und 200 bis 220 nm (nitritbildende Strahlung)
Siehe auch: Datenblatt Quarz.
Quecksilberstrahler
Hochleistungsstrahler-Lichtquelle, in der Licht
durch die Strahlung von Quecksilber sowie Metalldampf
wie Natrium, Scandium, Indium und Dysprosium produziert
wird. Bei manchen Strahlerarten können auch
Phosphorbeschichtungen verwendet werden.
Reinigungsmechanismus
Bezeichnet den Mechanismus, der das Äußere
der Quarzhülle, die das UV-Rohr umgibt, von
Schmutz und anderen Verunreinigungen reinigt. Es
gibt Wischermechanismen in manuell betriebener oder
vollautomatischer Ausführung. Beim automatischen
Reinigungsmechanismus werden die Wischerbewegungen
von einem Motor betrieben. Siehe auch Datenblatt
Automatischer bzw. Manueller Reinigungsmechanismus.
Sensor
Überwachungseinrichtung zur Überprüfung
der Einhaltung eines voreingestellten Intensitätsniveaus
(mit direktem Zusammenhang zur UV-Dosis). Ein UV-Sensor
ist üblicherweise an der Außenseite der
Kammer angebracht und auf eine oder mehrere UV-Strahler
gerichtet. UV-Licht fällt auf den Sensor und
trifft nach eventueller Filterung und Überprüfung
auf eine Photodiode. Hier wird die Lichtintensität
gemessen. Normalerweise gibt der UV-Sensor einen relativen
Wert aus, das heißt, das Kalibrieren des Sensors
ist wichtig, um sinnvolle Angaben zu erhalten. Wenn
der festgelegte Wert nicht eingehalten wird, wird
ein Alarm ausgelöst. Siehe auch: Datenblatt UV-Sensor
Strahlermaterial/Beschichtung
Glas- oder Quartztyp, der die Lichtquelle
umschließt. Um bestimmte Eigenschaften zu
erreichen, kann das Material auch beschichtet sein.
Stromart (AC/DC)
Angabe über die Art der Betriebsspannung (Wechselstrom
oder Gleichstrom).
Temperatursensor
Siehe: PT 100 Temperatursensor
Transformator
Ein Hilfsgerät, das mit Kondensatoren arbeitet,
die dazu vorgesehen sind, den Leistungsfluss der UV-Lichtquelle
in Gang zu setzen und zu regeln. Er ist eine Alternative
zum Vorschaltgerät (Ballast). Transmission
Bezeichnet die Durchlässigkeit einer Flüssigkeit
für UV-C-Licht. In der Flüssigkeit vorhandene
organische und anorganische Stoffe sowie Säuren
absorbieren UV-C-Licht. Die Absorption verursacht
eine Verringerung des UV-C-Lichts, das von einer
zentral platzierten UV-Röhre emittiert wird.
Die reduzierende Wirkung variiert in Abhängigkeit
der Menge der vorhandenen Stoffe. Zur Einstufung
dieser Wirkung wird der Begriff “Transmission”
verwendet. Per Definition besitzt entmineralisiertes
Wasser eine Transmission von 100%. Bei diesem Niveau
wird nichts des abgegebenes Lichts von den Stoffen
in der Flüssigkeit absorbiert. Bei höheren
Absorptionsstufen verringert sich die Transmission.
Das Transmissionsniveau kann in unterschiedlichen
Skalen dargestellt werden. Derzeit werden folgende
Skalen verwendet: T10, T40,
T50 und T100 in mm. Ein Wert
der T10mm-Skala gibt die Absorption über
eine Strecke von 10 mm einer Flüssigkeit an.
Beispiel: T10 = 88% bedeutet, dass nach
einer Strecke von 10 mm durch die Flüssigkeit
von ursprünglich 100% des UV-C-Lichts nur noch
88% vorhanden sind. Für die nächsten 10
mm beginnen wir mit 88% wovon nach 10 mm wiederum
nur noch 88% vorhanden sind. Das bedeutet, dass
ein T10mm von 88% einem T10mm
von 77% (88 x 88) entspricht.
Der T10mm-Wert würde in diesem Fall
60% (88 x 88 x 88 x 88) betragen.
Trihalogenmethane (THM)
Trihalogenmethane (THM) sind krebserregende Nebenprodukte,
die durch die Reaktion von organischen Stoffen im
Wasser mit Chloraminen entstehen können. THMs
können entstehen, wenn Chlor als Desinfektionsmittel
für Wasser verwendet wird. Zur Minimierung der
THM-Bildung können die organischen Verbindungen
aus dem Wasser gefiltert und/oder die Chlormenge im
Wasser reduziert werden. Werden UV-Systeme statt oder
in Kombination mit Chlorprodukten zur Desinfektion
verwendet, kann der THM-Gehalt im Wasser reduziert
werden.
Trübung
Verringerung der Durchsichtigkeit einer Flüssigkeit,
verursacht durch die Gegenwart ungelöster Substanzen.
Ultraviolett-(UV)-Desinfektion
Technologie, die durch Abgabe von ultraviolettem
Licht in ein Medium eine Inaktivierung von Mikroorganismen
erreicht. Das UV-Licht durchdringt die Zellwand
und wird von der DNS absorbiert. Sie wird zur Desinfektion
von Luft, Wasser und Oberflächen angewandt.
Ultraviolette (UV)-Strahlung
Strahlenenergie im Wellenlängenbereich von 100-380
Nanometer (nm). Für praktische Anwendungen, wird
das UV-Band weiter unterteilt:
Ozonproduktion: 180 - 220nm
Bacterizid (keimtötend): 220 - 300 nm
Erythemal (hautrötend): 280 - 320 nm
Schwarzlicht: 320 - 400 nm
Die Internationale Kommission für Beleuchtung
(CIE) definiert das UV-Band als UV-A- (315-400nm);
UV-B- (280 - 315 nm) und UV-C-Strahlung (100-280).
UV-Kammer
Siehe dazu: Kammer
UV-Sensor
Siehe dazu: Sensor
Vollständig gelöste Feststoffe
(TDS)
Konzentration aller gelösten Stoffe im Wasser
(Feststoffe, die nach Verdampfung einer Wasserprobe
übrig bleiben)
Vorschaltgerät (Ballast)
Hilfsausstattung, die dazu bestimmt ist, den Leistungsfluss
von Strahlerlichtquellen wie Leuchtstoff- und Hochleistungsstrahlern
(HID) zu starten und korrekt zu steuern. Manche Strahler
benötigen das Vorschaltgerät als Wärmeschutz.
Er stellt eine Alternative zum Transformator dar.
Watt
Einheit für elektrischen Strom. Lampen sind
mit Watt bezeichnet, was Aufschluss über ihren
Stromverbrauch gibt. Der über einen bestimmten
Zeitraum verbrauchte Strom entspricht der verbrauchten
elektrischen Energie.
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