Desinfektion bedeutet Abtötung oder Inaktivierung von pathogenen Mikroorganismen
und kann mit UV-Bestrahlung im Wellenlängenbereich
zwischen 200 und 300 nm erreicht werden. UV-Strahlung
wirkt schnell, sicher, effektiv und stellt ein wirtschaftliches
und umweltfreundliches Verfahren dar, das seit vielen
Jahren weltweit erfolgreich angewendet wird.
Mikroorganismen verfügen über Reparaturmechanismen
und können sich auch nach der Zerstörung ihrer DNS
(Desoxyribonukleinsäure) wieder reaktivieren. Licht
und Zeit können diesen Prozess positiv beeinflussen,
was die Begriffe "Photo und Dunkelreaktivierung" ausdrücken.
Nur Mitteldruckstrahler können mit ihrem Wellenlängen-spektrum
auch Zellbestandteile wie Proteine und Enzyme zerstören.
Somit werden oben genannte Reaktion vermieden.
WAHL DER UV-ANLAGE
Folgende Kriterien sind für die Wahl der
geeigneten UV-Anlage maßgeblich:
- Art der abzutötenden Mikroorganismen
- Zu behandelnde Wassermenge
- Strahlertyp (Niederdruck- oder Mitteldruckprinzip)
- UV-Dosis (= UV-fluence, von Mikroorganismen
absorbierte Energie)
- Wassertemperatur
- Gewünschte Desinfektionsrate
Durchlässigkeit der Flüssigkeit für UV-Licht, ausgedrückt
durch die Parameter:
- Transmission T10, T50, T100
oder
- SSK Spektraler Schwächungs- Koeffizient oder
- SAK Spektraler Absorptions- Koeffizient
Darüber hinaus sollte das zu behandelnde Wasser
bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit durch
die UV-Bestrahlung eine optimale Wirkung erzielt wird.
Von Einfluss sind chemisch-physikalische Parameter
wie Trübung, Härte, Schwebstoff-, Eisen-,
Mangan- sowie Huminsäuregehalt. Die entsprechenden
Wasserinhaltsstoffe vermindern den Transmissionswert
und können darüber hinaus die UV-Anlage
verschmutzen beziehungsweise führen zu Ablagerungen
auf den Quarzröhren. Zu weiteren Einflussfaktoren,
die je nach Anwendung zu beachten sind, beraten Sie
die Siemens Water Technologies-Spezialisten gerne.
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